Bevor der nächste Polarwirbel über Deutschland zieht, möchte ich Sie vor den Gefahren warnen, die bei den eisigen Temperaturen beim Drohne fliegen im Winter überlicherweise auftreten. Bei derzeit 18 Grad denkt keiner daran, dass wir uns noch im Feburar befinden und der nächste Wintereinbruch direkt vor der Tür steht. Wie schauts aus mit dicken Handschuhen* und det Remotecontroller-Bedienung? Plötzlich eintretender Schneefall – was sagt die Technik dazu? Die größte Aufmerksamkeit gilt allerdings den Akkus. Schauen wir uns das gesamte Thema genauer in diesem Beitrag an.

Drohne fliegen im Winter was muss ich beachten Kopterdienstleistungen
Drohnenflug bei -13 Grad

Lithium Polymer Akkus bei +15 Grad und mehr betreiben

Üblicherweise sind in den gängigen Multikoptern Lithium Polymer Akkus* verbaut. Der Akku, also die Spannungsversorgung und damit das Herzstück Ihrer Drohne, ist nicht redundant ausgelegt – sprich es gibt nur diesen einen Akku. Deshalb ist es so wichtig, dass dieser eine gleichmäßige Spannungsversorgung mit der entsprechenden Leistung liefert. Dies können Lithium Polymer Akkus bis +15 Grad.

Wie ist es dennoch möglich bei -10 bis -20 Grad mit der Drohne zu fliegen?

Sie sollten also beim Start der Drohne einen Akku verwenden, der mindestens +15 Grad Temperatur aufweist. Damit sind vorgelagerte stundenlange Wanderungen fast ausgeschlossen. Sie können die Akkus (je nach Größe) natürlich auch in der Hosentasche transportieren und mit Ihrer Körperwärme entsprechend betriebsbereit halten. Achten Sie dabei aber auf eventuell auftretendes Schwitzwasser in den Taschen. Ist der Drohne einmal in Betrieb, so wird sich der Akku nicht mehr weiter abkühlen. Durch den Stromverbrauch kann es auch vorkommen, dass die Temperatur des Akkus im Betrieb steigt.

Mavic 2 Pro* – Was passiert, wenn die Akkus zu kalt werden?

Sollte der Akku während des Fluges unter +15 Grad Temperatur fallen, ist die gleichmäßige Leistungsabgabe nicht mehr gewährleistet. Der Kopter könnte in diesem Fall abstürzen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die DJI Mavic 2 Pro die Akkuleistung und Temperatur auch während des Fluges auf dem Display der DJI Go4 App anzeigen kann. Dies ist bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sehr zu empfehlen. Die Mavic 2 Pro erkennt Spannungsschwankungen und leitet automatisch an Ort und Stelle unverzüglich die Landung ein, sobald die Spannungsversorgung nicht mehr stabil ist. Dabei ist der Zugriff auf die Steuerung komplett gesperrt. Es ist zwar möglich die Landung mit der Pausetaste kurz zu unterbrechen, aber ein Flug wird unterbunden. Nach kurzer Zeit wird die Landung fortgesetzt.

Drohne fliegen im Winter – Vereisung der Propeller wird zur potentiellen Absturzgefahr

Ein weiteres Problem beim Drohne fliegen im Winter sind die Vereisungen an den Propellerspitzen. Dies tritt vorallem auf, wenn eine hohe Luftfeuchtigkeit gegeben ist, zum Beispiel bei Nebel in Verbindung mit Minusgraden. Sollten die Propeller vereisen, können die Motoren nicht mehr ihre volle Leistung bringen. Ein Absturz ist dadurch ebenso möglich. Eine weitere Gefahr bei der Vereisung der Drohne besteht darin, dass sich die Eisbildung schlagartig wieder vom Propeller lösen kann und dann benachbarte Propeller beschädigt. Auch dies kann zu einem Absturz führen. Es gibt hierfür bei den handelsüblichen Mittelklasse-Modellen keine präventive Maßnahme, die davor schützt. Die Luftfeuchtigkeit ist also ausschlaggebend für diese Gefahr. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit kann theoretisch auch bei – 20 Grad mit der Drohne geflogen werden.

Weitere Probleme beim Drohne fliegen im Winter

Sind Sie schon mal mit Handschuhen* Drohne geflogen? Ich kann nur davon abraten, da das nötige Feingefühl für cinematische Aufnahmen einfach verloren geht. Die Gefahr versehentlich falsche Bedienelemente zu drücken ist auch gegeben. Hinzu kommt, dass oft eine Steuerung über das Smartphone stattfindet und nicht jeder Handschuh* dafür geeignet ist. Bei einsetzendem Schneefall sollten Sie die Drohne sofort landen. Zum einen ist Schnee auch nur Wasser, wodurch eine Vereisung noch viel eher eintreten kann, zum anderen kann Feuchtigkeit die Sicherheit des Kopters beeinträchtigen, sofern dieser über keine entsprechende IP Schutzklasse verfügt.

Als weiterführendes Thema in Sachen Sicherheit kann ich Ihnen folgenden Beitrag auf unserer Website empfehlen: Flugunfall mit Drohne vermeiden – Die TOP 5 der häufigsten Fehler im Umgang mit Koptern